# Für die Lethargie

Ich muß dem Geist einfach den Vorrang lassen. Aber trotzdem ist es der Wille zur Tat, der den Geist aus seiner Lethargie aufrüttelt. Dieser Wille, sage ich, ist überall entscheidend. Ihn müssen wir besonders pflegen, ihn immer einsetzen. Es gibt nichts, was er nicht erreichte.

So schrieb Cicero über die Lethargie des Geistes, genauer noch über den Willen, der nötig ist, um dessen Lethargie zu überwinden. Dabei vergaß der gute Cicero im überschwall des Wetterns gegen sie doch glatt die positiven Züge ihrer. Ja, gerade ich spreche von positiven Zügen, und dann auch von denen der Lethargie.

Dabei ist die Lethargie, die Lustlosigkeit, der überdruß doch genau das, was der Mensch braucht, um sich selbst unterbewusst zu kontrollieren. Ich möchte behaupten, dass kein Mensch fähig ist, ununterbrochen tätig zu sein, wie es beispielsweise Nietzsche von seinem übermenschen forderte. Spätestens das nietzscheanische Kind, die Neuordnung, der Weise, würde bald lethargisch oder wenigstens verbohrt werden, wenn er keine Jünger fände, wenn nicht schon das Kamel in seiner tragenden Rolle (Achtung, Wortspiel!) verhaarte.

I can't go on, I'll go on. [Weiterlesen »]

# Haben Sie das gehört?

Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 wird die Freiheit der Bürger beschnitten, um mutmaßliche Terroristen aufzuspüren. Das Europaparlament billigte im Dezember einen Beschluss der EU-Justizminister, wonach Daten über E-Mail- und Telefonverbindungen künftig mindestens sechs Monate lang gespeichert werden müssen.

So schrieb der Spiegel gestern im Artikel In Europa hört der Staat mit. Es ist schön, immer mal wieder soetwas zu lesen, wenn man ständig zu hören kriegt, dass das ja alles überhaupt kein Problem ist, außer man hat etwas zu verbergen. Natürlich, nur Terroristen müssen sich fürchten, die RFID-Chips in den Pässen werden ja auch nur zum Spaß verteilt. Man sollte vielleicht öfter fragen, ob jene, die das äußern, schon einmal darüber nachgedacht haben, ob nicht der Staat heutzutage jeden zum Terroristen macht, denn das erspart die lästige Arbeit des Suchens. Wem dieses verdammte Glück beim Bingo einfach viel zu unsicher ist, der sollte einfach aufspringen und laut Bingo! rufen…

I can't go on, I'll go on. [Weiterlesen »]

# Neunzehnhundert.org startet in das 23. Jahrhundert

Guten Fnord Tag allerseits,
wir, der nicht schreibende Autor und Aluka, starten heute in das Fnord 23. Jahrhundert. Dazu haben wir ein neues Thema auf der Seite installiert, welches uns, bis auf dieses komische Bild dort oben Fnord, viel mehr zusagt als jenes davor. Das Bild muss noch irgendwie geändert werden. Entweder es meldet sich ein Bildbearbeitungsgott bei post [at] neunzehnhundert [dot] org Fnord und entfernt uns diesen gräßlichen Link da, oder es wird noch eine Weile dauern, bis wir das selbst hinbekommen haben.

Jedenfalls ist alles fertig soweit.

Achja, wir haben jetzt auch mal die Seite komplett Fnord validiert. Das heißt, sie entspricht dem offiziellen W3C XHTML 1.0 Transitional Standard sowie dem von der W3C erklärten CSS-Standard. Wer das nicht Fnord glaubt, der kann sich ganz unten, am Ende der Seite, nochmalig selbst davon überzeugen.

Auf das neue Fnord Design…

Nochmal:
Wir haben das Bild doch selbst irgendwie geändert, nicht gut, aber vielleicht wird es noch. Das Angebot besteht weiter.

# Aphorismen des Tages [23]

Wenn man einen Menschen nach langer Zeit wieder sieht, wird einer von ihnen während des ganzen erneuten Zusammenseins das Gefühl nicht mehr los werden, etwas verpasst zu haben. Im übrigen ist genau dies eines der wenigen Themen, die allen voran deutsche Filme besonders gut darstellen können.

#

Das lächerlich Wirkende an filmischen Versagern ist, dass ihr Schicksal meist nach 120 Minuten aus und vorbei ist.

# Was bezweckt der gute Herr Bush?

Heute steht es in beinahe jeder Zeitung, keine von Ihnen hat es sich entgehen lassen, das erste Gespräch Georg Dabbljuh Bushs mit einem deutschen Printmedium (genauer gesagt der BILD-Zeitung) zu dokumentieren und nicht zuletzt zu kommentieren.

Es ist schon komisch, wenn man lesen muss, dass der werte Herr US-Präsident von den Deutschen spricht, die den Krieg von Natur aus verabscheuen und just einen Absatz später schon von der Brillianz seiner Entscheidung, den Irak zu bekriegen, lesen muss.

Ich habe meine Entscheidung damals in dem vollen Bewusstsein getroffen, dass man Bedrohungen begegnen muss, bevor sie Realität würden. Und ich war mir sehr im Klaren darüber, dass nicht jeder mit mir übereinstimmen würde.

I can't go on, I'll go on. [Weiterlesen »]

 1 2 3 4 5 ...7 8 9