An der Landesgalerie brachte ich in den Morgenstunden ein paar Minuten zu, als ich dem Spiel eines Mannes und seines Hundes zusah. Der kleine, schwarze Hund sprang ausgelassen auf der Wiese umher, sein Herr jagte ihn und ließ sich ebenso von dem Vierbeiner jagen. Ich stand dabei und besah ein anfliegendes Lächeln, das sich widerborstig in mein Gesicht drängte, musterte die beiden und konnte an nichts Anderes denken, als dass sie umso entleerter in ihr Heim zurückkehren würden, wenn sie bemerkten, dass dieses Moment nie mehr zu ihnen zurück kehren würde, bis ich wieder ins innerliche Wehklagen einstimmte und mich davon sang.

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Lasterhafterweise fühlt man sich dem Tode nahestehend erst richtig lebendig.

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Komischerweise fühlt man sich ausschließlich in Melancholie einbalsamiert erstmals dem Leben zugewandt.

Derzeit ist es wieder einmal soweit, dass die Medien viele Skandale haben, die sie tagtäglich breiter und immer breiter treten können. Die Vogelgrippe, über die schon längst keiner mehr gesprochen und trotz derer man sich gerade wieder über das Gezwitscher der Vögel am Morgen freuen wollte, wäre einer davon. Zum Andere gäbe es dann noch die versaute Fussball-WM, die gerade mich am wenigstens bekümmern sollte, langsam ausklingende Landtagswahlen und natürlich das Problem mit der Gewalt an den staatlichen Schulen, das selbst noch das gescheiterte Integrationsvorhaben in puncto Ausländer im Nacken mit sich schleppt.

I can't go on, I'll go on. [Weiterlesen »]

Seid ihr Huren oder Stricher? Vom Konsum gelähmt, für die Gesellschaft geschaffen!

gesehen im Studentenwerk zu Potsdam

Was den Europäern, allen voran den Deutschen anlastet, ist ihre Verbohrtheit auf Genauigkeit. Wer aber hätte tragischsten Melancholiker hervor bringen können als solch ein Land und dessen Brüder? Ein deutscher kann zwar nicht mit Worten umgehen, jedoch umso besser klagen.

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Jede Windung meines Hirns birgt tiefe Schluchten. Jede klaffende Gasse zwischen zwei Wänden von Neuronenhaufen ist ein Grab, in das ich meine Träume werfe.

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This guy was made of steel, has burned in fire and drowned in the sea,
now he’s sitting in front of this mirror and says he is me …

Es gibt nur wenige Filme, die einen wie ein kalter Regen in vollem Rausch erwischen, zuerst nur die Haare benetzen, bis langsam ein paar Tropfen als Tränen an Nase und Lippen hängen bleiben und der letztlich furchtbringend den Rücken hinunter läuft. Obwohl ich nicht sagen kann, dass ich viele Filme kenne, habe ich doch schon einige sehr gute Filme aussortiert und verware sie auf einem Ehrenplatz in meinem Kopf. Da sowieso nicht allzu oft ein neuer Titel hinzu kommt, ist das recht komfortabel, aber ebenso schade ist es. Nur scheint es verständlich, dass es eine Spitze des Berges von Filmen geben muss, die wöchentlich die Kinos erreichen, oder manchmal nicht einmal diese erreichen. Mit Brokeback Mountain jedenfalls musste ich einen neuen Fleck in den Rängen meiner geistigen Ruhmeshalle einrichten, auch wenn ich von allein diesen Film nie gewagt hätte zu schauen.

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Die Linguistik hat vielleicht doch endlich eingesehen, dass sie machtlos gegenüber der Intentionalität aller Texte ist …

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Wir suchen jeden Tag nach einer allumfassenden Basismoral. Und quatschen von Individualität.