Der Unmut, welchen ein Misserfolg nach sich zieht, ist ein Aphrodisiakum, ein Orgasmus aus Weltschmerz und Paradoxie. Nur wer hierin badet, weiß, wie es schmeckt zu verlieren.
Ich kenne nur wenige Worte, die mit einer solchen Selbstverständlichkeit benutzt werden, wie all jene, die etwas schwer zu fassendes bezeichnen, so paradox und nicht passend das auch klingt. Abgesehen vom Bullshitprinzip (im Deutschen wohl am ehesten mit Mist zu vergleichen), aber das ist zudem ein anderes Thema, verwendet man gemeinhin unheimlich gern gerade die Begriffe, über die sich Philosophen aller möglichen Länder seit Unzeiten den Kopf zerbrechen und mit welchen Philosophiestudenten in Diskussionen nur so lange um schmeissen, bis man einmal nachhakt und keine Antwort mehr bekommt. Heute spuckte mir vorallendingen der Begriff “Liebe” im Kopf herum, da ich ihn irgendwo am Morgen aufgeschnappt haben muss, jedoch kam ich bei genauerer Betrachtung nicht so leicht zu einem Ergebnis, und selbst jenes, unter welchem ich dann später inne hielt, ist prinzipiell keines.
Spätestens, wenn man einmal erschlagen durch ein paar Nebenstraßen geschwankt ist und daran dachte, dass man vom Leben als Geschenk spricht, beginnt man sich zu fragen, warum man dennoch Sklave ist.
Es gibt ein T-Shirt mit der Aufschrift code poet im Internet zu kaufen. Früher fand ich es immer ganz witzig, aber vor ein paar Tagen, während eines Spaziergangs, wurde mir klar, dass der Aufdruck eine falsche Aussage ist.
Es wird ein kleiner Ausflug in die Sprachwissenschaft nötig sein, um diese meine These etwas zu untermauern, bzw. die Unmöglichkeit direkter Poesie mittels Programmiersprachen etwas zu unterstreichen. Dabei möchte ich mich, auch wenn ich mir bewusst bin, dass es nur eine Theorie ist und selbst diese nicht fehlerfrei sein kann, auf die überlegungen von Ferdinand de Saussure stützen.
Das Markenzeichen eines Träumers – die Träne, die im Winkel seines Auges perlt und ihn vom Aufwachen an begleitet, bis er dereinst wieder nach Hause kommt.
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Auf welche Momente sollte man zählen, auf jene, in denen mein zerfetzt am Boden liegt oder auf diese, in welchen man erhobenen Hauptes einfach abbricht?
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Jeder Krieg und jede Katastrophe sollte auch als eine Art irreligöser Segen verstanden werden. Denn zu keiner Zeit, im Alltag ganz besonders, wird dem Einzelnen so dankbar für seine Hilfe entgegen gekommen, nie ist man so hilfsbereit und mitfühlend, als das man sich dazu aufraffte zusammen zu kommen, resp. einander überhaupt als Existierende zu bemerken.













